Projekt „Schule und Verein“

Der Sportkreis ermöglicht ca. 900 Grundschülern der 1. und 2. Klasse eine vierte Stunde Sport.
Das erfolgreich ausgebautes Projekt „Schule und Verein“ geht ins dritte Jahr.


In unserem Sportkreisprojekt „Schule und Verein“, das seit dem Schuljahr 2014/15 auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg läuft, geht es uns um die „Verbesserung der Persönlichkeits-, Gesundheits- und Bildungsentwicklung für Kinder auf der Basis einer täglichen Stunde Sport“. Nachdem dem sehr erfolgreichen Verlauf im Schuljahr 2014/15 wurde es im Schuljahr 2015/16 mit der Erweiterung auf die 2. Schulklassen fortgesetzt. 
Insgesamt kamen in 13 Grundschulen des Landkreises und in 5 Grundschulen der Wissenschaftsstadt Darmstadt  65 Grundschulklassen, zusammen ca. 900 Kinder, zu einer zusätzlichen wöchentlichen Stunde Sport im Rahmen ihres Unterrichtsangebotes.
Die Kooperationen Schule und Verein des SK Darmstadt-Dieburg im Schuljahr 2015/16 waren:
6 Kooperationen in Darmstadt (5 Grundschulen (19 Klassen) und 6 Sportvereine):
Heinrich-Hoffmann-Schule / SKV Rot-Weiß Darmstadt
Heinrich-Hoffmann-Schule / ASC Darmstadt
Heinrich-Hoffmann-Schule / BC Darmstadt
Morneweg-Schule / ASC Darmstadt
Heinrich-Heine-Schule /  SKV Rot-Weiß Darmstadt
Andersenschule / TV Eberstadt
Ernst-Elias-Niebergall-Schule / TG 1875 Darmstadt
14 Kooperationen im LK Da-Di 13Grundschulen (27x 1.-Kl. +19x 2.-Kl.)mit 13 Vereinen)
Marienschule (Dieburg) / TV Dieburg
Schule im Kirchgarten (Babenhausen) / TV Babenhausen
Gundernhäuser Schule / GSV Gundernhausen
Goetheschule (Pfungstadt) / TSV Pfungstadt
Modautalschule (Modautal) / TV Eberstadt
Ernst-Reuter-Schule (Groß-Umstadt) / TV Groß-Umstadt
Stephan-Gruber-Schule (Eppertshausen) / TAV Eppertshausen
Hans-Quick-Schule (Bickenbach) / SKV Rot-Weiß Darmstadt
Wiebelsbacher-Schule / TSV Wiebelsbach
Eiche-Schule (Ober-Ramstadt) / Skiclub Ober-Ramstadt und BG Ober-Ramstadt
Gustav-Röhr-Schule (Ober-Ramstadt) / TSV Modau
Wilhelm-Leuschner-Schule (Pfungstadt) / TSV Pfungstadt
Hahner Schule / SV Hahn

Bild: Sportkreis Darmstadt-Dieburg

Erfahrungsberichte der eingesetzten Übungsleiter spiegeln auch in diesem Jahr die für Vereinsübungsleiter ungewohnten Bedingungen (mehr Unruhe, größerer Zeitaufwand bei Vorbereitung, mehr undisziplinierte Kinder als im Vereinssport üblich, etc.) – Erfahrungen, die bei den Vereinsübungsleitern das Verständnis für die pädagogischen Aufgaben und Leistungen der Grundschullehrer enorm erhöht haben. Den größten Teil unserer eingesetzten Übungsleiter konnten wir hierfür durch spezielle Schulungen weiterbilden.
Fast alle beteiligten Übungsleiter bestätigen die sehr gute Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Pädagogen in den beteiligten Grundschulen. Die Unterstützung, die rechtzeitige Information und der Rückhalt durch die Schulleitung sind für unsere Übungsleiter notwendig.
Übereinstimmende Berichte unserer Übungsleiter schildern die erfolgreiche Teilnahme von Flüchtlingskindern anfangs ohne oder nur geringen Sprachkenntnissen an der zusätzlichen Stunde Sport. Gerade bei Flüchtlingskindern stellen unsere ÜbungsleiterInnen neben der schnellen Einordnung und Anpassung in die Gruppe eine auffällig höhere Beweglichkeit fest, als bei ihren gleichaltrigen Mitschülern.
Die Schulleiterin der Heinrich-Hoffmann-Schule in Darmstadt (die Grundschule, die am längsten in unserem Projekt der zusätzlichen Sportstunden eingebunden ist, alle Klassen aller Jahrgangsstufen haben zwischenzeitlich zusätzliche Sportangebote) berichtet von einem signifikanten Anstieg der Leistungen ihrer Schüler bei den Bundesjugendspielen. Sie führt das eindeutig auf die zusätzlichen Sportstunden an ihrer Grundschule zurück.
Die vielen Anfragen der beteiligten Schulen nach der Fortsetzung unseres Projektes im neuen Schuljahr zeigen den großen Erfolg unseres Projektes. Die Vorbereitungsarbeiten für das neue Schuljahr sind entsprechend angelaufen.
Momentan wollen alle beteiligten Schulen ihre Kooperationen fortsetzen. Ob wir den Anfragen von weiteren Grundschulen entsprechen können, hängt noch von höheren finanziellen Mitteln ab. Allerdings sehen wir bei einigen Schulen die  mit dem Rahmenplan vereinbarten Voraussetzungen nicht als sicher gegeben an. So wollen wir nicht akzeptieren, dass unser Angebot die eigentlich vorausgesetzte 3. wöchentliche Sportstunde ersetzt.  Insbesondere Grundschulen, die in den „Pakt am Nachmittag“ eingestiegen sind, haben offensichtlich so viele organisatorische Probleme, dass unsere Rahmenvoraussetzungen nur schwer erfüllt werden können. Unser Angebot soll aber ein zusätzliches sein und kein Ersatz für die problematische Situation einzelner Schulen. Hier sehen wir das Kultusministerium in der Pflicht, auf die Einhaltung der curricularen Vorgaben hinzuwirken sowie fehlende personelle Ressourcen zur Verfügung zu stellen.
Ergänzende Angebote für unsere Kooperationen:
Die Sportkreisjugend hat den an unserem Projekt beteiligten Übungsleitern auch in diesem Jahr die kostenlose Teilnahme an der Fortbildungsveranstaltung „Schwierige Kinder im Sport“ ermöglicht. Diese Fortbildung war mit 24 Plätzen ausgebucht. Das Vereinsinteresse an dem Thema ist weiterhin sehr groß.
Unsere Fortbildungsveranstaltung im Sommer 2015 mit Hilfe des LSBH zum Thema „Schulhof als Lern- und Lebensraum“ zur Gestaltungsmöglichkeit eines Schulhofs als Bewegungsraum und damit als Ergänzung zu knappen Schulsporträumen war sehr gut besucht. Auch Vertreter des Landkreises haben dieses Seminar genutzt und wollen nach unserem Wissen  das Thema der Umgestaltung von Schulhöfen weiter verfolgen. (Jedenfalls wurden wir um die Teilnehmerliste gebeten.) Die Kosten hierfür hat der Sportkreis getragen.
Zur Fortsetzung des Projektes:
Der bereits im Frühjahr 2014 eingerichtete Arbeitskreis, in dem sowohl Vertreter des Sportkreises, der Sportkreisjugend, des Landessportbundes, des Staatlichen Schulamtes und der Wissenschaftsstadt Darmstadt gemeinsam auf Augenhöhe zusammenarbeiten, wird seine begleitende Arbeit auch im kommenden Schuljahr 2016/17 fortsetzen.
Dringend notwendig erscheint uns weiterhin eine bessere Außendarstellung unserer doch recht aufwändigen Arbeit mit den vielen Kooperationen.
Wir müssen die inhaltlichen Ziele unseres Projektes („Verbesserung der Persönlichkeits-, Gesundheits- und Bildungsentwicklung für Kinder auf der Basis einer täglichen Stunde Sport“) mehr in den Mittelpunkt stellen. Wir wollen die 4. Stunde Sport nicht als erweitertes Angebot zur Betreuung der Schulkinder verstanden wissen.
Eine wissenschaftliche Begleitung unseres Projektes, die zu organisieren uns leider bis heute nicht gelungen ist,  erscheint uns weiterhin als notwendig.

Sponsoren

Lotto Hessen