Neujahrsempfang

Sportstättenkataster ist das vorrangige Ziel

Rekordbesuch beim Neujahrsempfang des Sportkreises Darmstadt-Dieburg

Über einen Rekordbesuch von rund 200 Gästen freuten sich die Verantwortlichen des Sportkreises Darmstadt-Dieburg beim Neujahrsempfang im Kreistagssitzungssaal des Landkreises in Darmstadt. Sportkreisvorsitzender Dr. Sascha Ahnert begrüßte die zahlreichen Vereinsvertreter und freute sich über die um vier Prozent auf 152.200 gestiegene Mitgliederzahl. „Das ist eine gute Botschaft für den Sport“, sagte Dr. Sascha Ahnert, der am 15. Juni 2018 die Führung des Sportkreises von Hans-Dieter Karl übernommen hat und in seinem Rückblick auf „ein Jahr des Umbruchs“ verwies. Der neu gewählte Vorstand sei gut zusammengewachsen und es wurden viele Termine wahrgenommen. Ein besonderes Lob sprach Dr. Ahnert für das Engagement des Sportkreis-Geschäftsstellenleiters Uwe Knecht aus und bezeichnete das Projekt „Schule und Verein“ als ein Aushängeschild des Sportkreises. Der Sportkreisvorsitzende unterstrich zudem das Engagement beim Darmstädter Sport- und Spielfest im Herrngarten und bei der Abnahme von Sportabzeichen. Er dankte dabei der für die Sportabzeichen verantwortlichen Erika Schuchmann, „die einen tollen Job macht“ und der Sportkreis Darmstadt-Dieburg in diesem Bereich zu den erfolgreichsten in Hessen gehört. In seinem Ausblick auf das Jahr sah Dr. Ahnert zahlreiche Zukunftsthemen, zu denen „Inklusion und Integration“ ebenso zählen, wie die zunehmende Sportförderung, denn die Vereine nehmen verstärkt Fördermaßnahmen in Anspruch. Als vorrangiges Ziel für dieses Jahr nannte Ahnert die Erstellung des Darmstädter Sportstättenkatasters, das der Sportkreis gemeinsam mit der Stadt Darmstadt, unterstützt vom Landessportbund Hessen, initiiert hat.

Den Neujahrsempfang des Sportkreises bezeichnete Bürgermeister und Sportdezernent Rafael Reißer als einen schönen Brauch für die über einhundert Darmstädter Vereine. Reißer verwies neben den Veränderungen im Sportkreisvorstand auch auf die personellen Veränderungen im Landessportbund Hessen mit dem neuen Hauptgeschäftsführer Andreas Klages und dem neuen Darmstädter Sportamtsleiter Martin Westermann. Reißer dankte dem ehemaligen Sportkreisvorsitzenden Hans-Dieter Karl für eine gute Zusammenarbeit und bezeichnete das seit 40 Jahren stattfindende Sport- und Spielfest als ein hessenweites Vorzeigeprojekt, das 2019 seine 41. Auflage im Herrngarten haben wird. „Der Sport braucht funktionierende Sportstätten“, sagte Rafael Reißer und verwies auf das Projekt eines Sportstättenkatasters zur Bestandsaufnahme für ein Sanierungskonzept der Anlagen.

Als einen unverzichtbaren Dienst für die Gesellschaft sieht Landrat Klaus Peter Schellhaas das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen. „Sie tragen dazu bei, dass sich junge Menschen besser in der Gesellschaft zurechtfinden“, so Schellhaas, der sich neben seinem Grußwort an die Vereinsvertreter es sich nicht nehmen ließ, Sportförderbescheide an insgesamt 14 Vereine zu überreichen. „Es wird unterschätzt, wie schwierig die Aufgabe für Vereine mit eigenen Sportstätten ist.“, betonte der Landrat bei Übergabe der Bescheide an die Vertreter des TV Ober-Ramstadt, KSG Georgenhausen, SG Gundernhausen, SV Erzhausen, SKG Bickenbach, FSV Münster, SC Klein-Umstadt, TSV Nieder-Ramstadt, FV Eppertshausen, TV Dieburg, RuF Groß-Umstadt, SKG Ober-Ramstadt, TC Bickenbach und SG Weiterstadt.

Auf die regionale Sportentwicklung ging der neue Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes Hessen, Andreas Klages ein und meinte, „dass es in Deutschland mit der öffentlichen Infrastruktur nicht zum Besten steht.“ Klages stellte fest, dass die Einsicht gewachsen sei, dass auch bei den Sportstätten wieder mehr investiert werden muss. „Das ist eine wichtige öffentliche Aufgabe“, so der LSBH-Hauptgeschäftsführer und bedankte sich für die Initiative zur Erstellung eines Sportstättenkatasters. „Die Kommunalpolitik braucht dann auch den Mut, der Analyse auch Entscheidungen folgen zu lassen.“ Andreas Klages meinte, „Sport ist nicht die schönste Nebensache“ und verwies auf die Bedeutung von 7.700 Sportvereinen in Hessen, die nicht nur den Zusammenhalt in der Gesellschaft fördern, sondern auch für die Integration von Menschen besonders wichtig sind. „Sport sollte nicht durch weiche Fakten, sondern als ein hartes Politikfeld wahrgenommen werden.“

Für den sportlichen Glanzpunkt des Neujahrsempfang sorgten die jungen Sportakrobaten der SG Arheiligen, die unter Leitung der ehemaligen ukrainischen Meisterin Nataliya Rasnovska mit ihrer Eleganz, Kraft und Beweglichkeit die Gäste begeisterten.

Autor: Werner Wabnitz

  • 01_neujahrsempfang_kreistagssitzungssaal_darmstadt-dieburg
  • 02_neujahrsempfang_dr_sascha_ahnert
  • 03_neujahrsempfang_buergermeister_rafael_reisser

Sponsoren

Lotto Hessen