Ein positiver Schritt zur Gesundheitsförderung von Kindern

„Die Anzahl der abgelegten Sportabzeichen in den dritten und vierten Klassen, die seit Jahren etwa konstant ist, konnte im letzten Schuljahr um die Hälfte gesteigert werden“, zog Margarete Rotter eine positive Bilanz nach Einführung des Schulsportmodells „HCSC“ (Gesunde Kinder in gesunden Städten).

Die Schulleiterin der Darmstädter Heinrich-Hoffmann-Grundschule hält ein zusätzliches Sportangebot für besonders wichtig: „Im Kindesalter werden die Grundlagen für eine gesunde Entwicklung gelegt. Dazu gehören in besonderem Maße Ernährungsgewohnheiten und Bewegungsverhalten.“

Mit fünf Stunden Sport in der Woche ist die Heinrich-Hoffmann-Schule für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren beispielhaft in Darmstadt und wird dabei durch die Kooperation mit Sportvereinen unterstützt. Dazu gehören neben den Kickboxern von Budo-do-Tameshi Darmstadt, den Turnern der SKV Rot-Weiß Darmstadt, auch Blau-Gelb Darmstadt für Modern Dance, die Cheerleading-Gruppe von TuS Griesheim, die Basketballer vom SV Darmstadt 98 und dem BC Darmstadt seit dem letzten Schuljahr auch der RSC Darmstadt mit „Floorball“. Durch die Kooperation zwischen Schule und Vereinen werden Bewegungs- und Interaktionsspiele stärker in den Schulalltag eingebunden. Das Sportangebot wird durch das Thema Gesundheit im Sachunterricht ergänzt.

Der Sportkreis Darmstadt-Dieburg fördert das Schulsportmodell, mit dem auch ein wirksamer Integrationsbeitrag geleistet wird. Durch Studien wurde belegt, dass Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund durch eine deutlich höhere Krankheitsrate einen Bildungsnachteil haben. Bei Schuleingangsuntersuchengen werden immer mehr Haltungsschäden, unzureichende Koordinationsfähigkeiten, Defizite bei körperlichen Ausdauerleistungen und übergewichtige Kinder festgestellt.

Es hat sich gezeigt, dass bewegungsaktive Kinder in der Schule aufmerksam und konzentriert mitarbeiten können, eine größere Lernbereitschaft zeigen und die gesundheitlichen Belastungen im Schulalltag besser meistern. „Die lokale Vernetzung der Bewegungs- und Sportangebote von Schulen und Vereinen ist und bleibt essentiell für die Gesundheitsförderung von Kindern“, unterstreicht Hans-Dieter Karl, Vorsitzender des Sportkreises Darmstadt-Dieburg. „Das Sportprojekt in der Heinrich-Hoffmann-Schule ist dabei ein sehr positiver Schritt.“

Bild: Arthur Schönbein



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