Über 20 Millionen für den Sport in Hessen

Zweiter Sportdialog „Volltreffer“ des Landessportbundes Hessen in Gießen

Unter der Überschrift „Hessens Vereinssport vor dem Abstieg? Was ist der Sport der Politik noch wert?“ fand am 3. Juli 2013 im Verlagshaus des Gießener Anzeigers der zweite Sportidalog des Landessportbundes Hessen statt. Für den Sportkreis Darmstadt-Dieburg verfolgten Werner Wabnitz und Wolfgang Scharf die Diskussion mit den Podiumsteilnehmern Horst Klee (CDU), Günter Rudolph (SPD), Wolfgang Greilich (FDP), Hermann Schaus (Die Linke), Daniel Mack (Grüne) und dem Präsidenten des Landessportbundes, Dr. Rolf Müller.

Nach einem Interview mit Dr. Jürgen Eib, Vorsitzender des 2.600 Mitglieder zählenden TSV Krofdorf-Gleiberg, forderten die Moderatoren Herbert Fischer und Peter John von den Politikern deren Statements, bei denen es um die Planungssicherheit für die Sportvereine ging. Unter dem Eindruck der beschlossenen Schuldenbremse sah es Günter Rudolph (parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion) positiv, dass Sport eine Pflichtaufgabe ist, die geleistet werden muss. „20,1 Millionen Euro sind garantiert und nicht mehr von Glücksspielerträgen abhängig.“ Zuletzt war der Anteil des Landessportbundes Hessen bei den Erlösen auf 17,9 Millionen gesunken.

Mit viel Herzblut setzte sich Horst Klee (Sportpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion) insbesondere für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ein. Wolfgang Greilich (Fraktionsvorsitzender der FDP-Landtagsfraktion) begrüßte, das der Etat des Landesportbundes „vom Deckel zum Boden“ gemacht wurde, während Linke-Geschäftsführer Hermann Schaus den Gedanken einer „Preissteigerungsklausel“ für den Sport zur Diskussion stellte. Grünen-Vertreter Daniel Mack forderte, dass die Debatte um die Sportförderung inhaltlicher werden sollte. „Es geht um die Bedeutung, was mit dem Geld gemacht wird.“ Ein großes Problem des Vereinssports in Hessen ist der Rückgang der ehrenamtlichen Übungsleiter. FDP-Vertreter Wolfgang Greilich stellt eine zunehmende Abkehr von Verantwortung fest: „Man will nicht mehr im Team spielen. Guido Rudolph von der SPD sah eine Veränderung des Milieus, in dem Mobilität, Leistungsdruck und Egoismus eine große Rolle spielen: „Wir brauchen weniger Bürokratie.“ CDU-Mann Horst Klee fordert von den Vereinsverantwortlichen mehr Begeisterung und Spaß: „Im Ehrenamt fördert man sich.“

Die Erhöhung des Sportetats auf über 20 Millionen stellte die Diskussionsteilnehmer zufrieden und der Vereinsvorsitzende Dr. Jürgen Eib zog am Ende des Sportdialogs ein positives Fazit: „Hessen Sport vor dem Abstieg – nein! Der Politik ist der Sport viel Wert und sie kann Rahmenbedingungen schaffen.“ Dr. Eib unterstrich, dass sich der Sport selbst helfen muss und sieht als eine Lösung mehr hauptamtliche Mitarbeiter in den Vereinen.

Bilder von der Veranstaltung

  • moderator_peter_john_mit_horst_klee_r
  • sportdialog_giessen_01
  • vl_greilich_schaus_mit_moderator_herbert_fischer



Sponsoren

Lotto Hessen