Mehr Interesse der Vereine erwartet

Sportkreistag in Roßdorfer Rehberghalle nur mäßig besucht

Zum ersten Sportkreistag nach Fusion der Sportkreise Darmstadt und Dieburg fand in der Roßdorfer Rehberghalle nur eine mäßige Resonanz. „Wir hatten uns die Teilnahme von mehr Vereinen erwartet!“.

So eroffnete der Sportkreisvorsitzender Hans-Dieter Karl, der nach zweijähriger Amtszeit die Vertreter von nur 46 der insgesamt 423 Vereine zur ersten Tagung des Sportkreises begrüßen konnte, die Sitzung.

„Wir haben viel Zeit investiert, um an die Vereine ranzukommen“, stellte Karl in seinem Bericht fest und verwies auf die vielfältigen Aktivitäten des Sportkreisvorstandes, über dessen wichtigsten Projekt „Schule und Verein“ der stellvertretende Sportkreisvorsitzende Harry Diestelmann berichtete. Diestelmann, im Vorstand für die Finanzen verantwortlich, verwies zudem auf die gute Finanzlage des Sportkreises. „Wir haben gute Arbeit gemacht und sind mit den Finanzen sehr gut hingekommen.“

Harry Diestelmann räumte aber auch ein, dass die vielfältigen Aufgaben des Sportkreisvorstandes künftig mit ehrenamtlicher Tätigkeit allein nicht mehr zu leisten ist. „Es wird mehr hauptamtliche Arbeit erforderlich werden.“ Hans-Dieter Karl kündigte an, dass sich der Vorstand vorgenommen hat, seine Kompetenzen in den Vereinen mehr bekannt zu machen. „Wir haben versucht etwas für die Vereine zu bewegen. Es wäre schön, wenn die Vereine etwas für den Sportkreis bewegen.“ Der Vorsitzende bedauerte, dass für die Neuwahl des Sportkreisvorstandes nicht alle Positionen besetzt werden konnten. Im Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit konnte für Werner Wabnitz kein Nachfolger gefunden werden.

Die übrigen Vorstandspositionen wurden von der Versammlung wiedergewählt, nachdem Kassenprüfer Wolrad Claudy (TSV Richen) dem Vorstand eine einwandfreie Kassenführung bescheinigte und sein Antrag auf Entlastung ohne Gegenstimmen von der Versammlung genehmigt wurde. „Eine Verjüngung bin ich nicht“, meinte Hans-Dieter Karl nach seiner einstimmigen Wiederwahl und kündigte an, dass nach der dreijährigen Amtsperiode versucht werden soll, einige Positionen im Vorstand neu zu besetzen.

Neben Hans-Dieter Karl wurden als stellvertretende Vorsitzende Harry Diestelmann (Finanzen), Jürgen Grenzer (Sportstätten und Umwelt), Adam Schamber (Breitensport) und Inge Eckmann (Sport und Gesundheit) wiedergewählt. Schriftführerin bleibt Heike Friedmann und dem erweiterten Vorstand gehören weiterhin Erika Schuchmann (Sportabzeichen), Wolfgang Scharf (Rehabilitationssport), Jürgen Senft (Verbände/Leistungssport) und Gerhard Heil (Sportstätten und Umwelt) an.

Neben Wolrad Claudy wurde Reinhold Habermehl als Kassenprüfer gewählt und auf Antrag des Vorstandes ernannte die Versammlung den ehemaligen Sportkreisvorsitzenden Heinz Zulauf zum Ehrenvorsitzenden des Sportkreises. „Nach der Fusion hat der Vorstand hervorragende Arbeit geleistet“, lobte Helmut Meister, Vizepräsident des Landessportbundes, das Engagement von Hans-Dieter Karl und seiner Vorstandskollegen, die den mit insgesamt 423 Vereinen und 146.000 Mitgliedern zweitgrößten Sportkreis in Hessen führen.

Der Darmstädter Bürgermeister Rafael Reißer verwies auf das Projekt „Schule und Verein“ als eine Herausforderung für die nächsten Jahre und Peter Dinkel, Vorsitzender des Sportkreises Offenbach“, zollte seinem Kollegen Hans-Dieter Karl für dessen Arbeit Respekt und Anerkennung. „Es war eine schwierige Fusion. Die dürftige Beteiligung der Vereine zeigt, dass sich das fortzusetzen scheint.“

Zu Beginn der Versammlung hatte Jens Prüller vom Landessportbund Hessen über die erfolgreiche Entwicklung der Ökocheck-Beratung für Vereine und Kommunen berichtet, die als Umwelt-Offensive der Stadt Darmstadt, des Landkreises Darmstadt-Dieburg, des Landessportbundes Hessen und des Energievorsorgers HSE begonnen hatte. „Wir können noch aktiver werden“, warb Prüller für das Beratungsangebot zur Energieeinsparung bei Sportanlagen.

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