Integration mit frühkindlicher Erziehung

SG Weiterstadt gewinnt „Silbernen Stern des Sports“ in Hessen

Adam Schamber, Vorsitzender der Sportgemeinde Weiterstadt ist begeistert. Sein Verein erhielt in diesem Jahr aus 161 Bewerbungen den „Silbernen Stern des Sports“ in Hessen für sein Projekt „DELFI – Kurse bei der SG Weiterstadt“. Die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung übergab jetzt der hessische Innen- und Sportminister Boris Rhein dem Verein feierlich in Wiesbaden.

 

Die SG Weiterstadt vertritt nun das Land Hessen bei der Verleihung des bundesweiten „Großen Stern des Sports“ in Gold. Er wird Anfang 2014 in Berlin im Rahmen einer Gala von Bundeskanzlerin Angela Merkel überreicht.

Die „Sterne des Sports“ sind eine Auszeichnung des Deutschen Olympischen Sportbunds und der Volksbanken Raiffeisenbanken, die an Sportvereine für ihr soziales Engagement vergeben wird. Der gesellschaftliche Einsatz im Breitensport wird mit diesem Preis belohnt, nicht die sportliche Höchstleistung. Dieser Wettbewerb würdigt innovative Maßnahme in Bereichen wie Gesundheit, Jugendarbeit, Integration, Gleichstellung und Gewaltprävention.

„Unser Kindersportkonzept, in Kooperation mit dem Vereinskindersportclub, wollten wir um das Thema soziale Bindung und Integration erweitern“, sagt SGW-Chef Adam Schamber. „Integration im Sport spielt in unserem Verein eine große Rolle. Wir möchten gesellschaftliches Teilhaben fördern, gerade auch für Menschen mit Migrationshintergrund. Daher haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir auch mehr Eltern mit ihren Babys in den Verein bewegen können.“ Und so erweiterte der Verein sein Angebot um die sogenannten DELFI-Kurse, mit denen sich die SGW bewarb. Hinter dem Motto „Denken, Entwickeln, Lieben, Fühlen, Individuell“, verbergen sich Eltern-Kind-Kurse. Es ist ein Konzept der evangelischen Familienbildungsstätte, bei dem Babys bei der SGW ab der 12. Woche zusammen mit einem Elternteil einen Kurs besuchen können. Das Programm soll durch Spiel-, Sinnes- und Bewegungsanregungen die schon vorhandenen Fähigkeiten und sozialen Kompetenzen des Kindes ansprechen und fördern. Eine Gruppe besteht aus bis zu acht Babys, die sich einmal wöchentlich für eineinhalb Stunden in einem wohlig, warmen Raum trifft. „Generell sind die Kurse nach den individuellen Bedürfnissen des Kindes ausgerichtet. Es herrscht eine Atmosphäre von Freiheit und ohne Leistungsdruck“, erklärt der Vereinsvorsitzende.

Sportkreisvorstand Harry Distelmann zeigt sich angetan von dem Projekt: „Dieses Kursangebot stellt die frühkindliche Erziehung in den Vordergrund. Hier können Eltern und Kinder gezielt miteinander Zeit verbringen und sich ohne Stress besser kennenlernen. Zudem fördert es das Miteinander in der Gemeinschaft.“ Und Ralf-Rainer Klatt, Vizepräsident für Sportentwicklung im Landessportbund Hessen und zugleich Darmstadts Sportberater, betont: „Der gesamte Wettbewerb ist wichtig, um die gesellschaftliche Bedeutung vieler kreativer Sportprojekte hervorzuheben. Ich wünsche mir, dass die Leuchtkraft der Sterne Energien für weitere Projekte bei anderen Vereinen freisetzt.“

uk

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