Kommune, Verein und Sportkreis auf Augenhöhe

Sportkreisvorstand zu Gast beim Turnverein 1898 Alsbach

Im Rahmen seiner monatlichen Sitzungen war der Vorstand des Sportkreises Darmstadt-Dieburg am 12. Mai 2014 zu Gast beim Turnverein 1898 Alsbach. Georg Rausch, Bürgermeister der Gemeinde Alsbach-Hähnlein, nutzte die Gelegenheit, um den Sportkreisvorstand kennenzulernen und fand es eine gute Idee, dass sich die Vorstandsmitglieder bei den Vereinen vorstellen.

 Positiv wertete auch der Vizepräsident Sportentwicklung im Landessportbund Ralf Rainer Klatt die dreistündige Sitzung im Vereinsraum der Sporthalle der Melibokusschule in Alsbach: „Ich finde es hervorragend, dass ein Bürgermeister die Sportkreissitzung besucht. So sind Kommune, Verein und der Sportkreis auf Augenhöhe.“

Otto Berner, Vorsitzender des TV 1898 Alsbach, stellte den 1200 Mitglieder zählenden Verein vor, der in seinen acht Abteilungen die Sportarten Badminton, Handball, Leichtathletik, Orientierungslauf, Tanzsport, Tischtennis, Turnen und Wandern anbietet. Der Vereinsvorsitzende sprach sportpolitische Fragen an und thematisierte die Gemeinnützigkeit von Vereinen ebenso, wie die Übungsleiterpauschalen, das Mitglieder-Meldewesen und die Abhängigkeit von öffentlichen Zuwendungen. Kritisch sah Otto Berner die Zunahme von kleinen Fachverbänden im Sport und die Konkurrenz für die Vereine durch öffentlich finanzierte Einrichtungen. Zum sogenannten „Spaßsport“ meinte Berner, „dass auch Einsatzwille und körperliche Anstrengung dabei sein muss.“ Die Mitgliederzuwächse in TV Alsbach führte der Vereinsvorsitzende auf die Natursportarten zurück („Wandern schafft Zusammenhalt“) und auf den Bereich „Gymnastik“ beim Turnen, der größten Abteilung des Vereins. Den Neubau einer Gymnastikhalle, für die am 13. Juni 2014 der erste Spatenstich geplant ist, stellte Otto Berner als das anspruchsvollste Vorhaben der Vereinsgeschichte vor.

Harry Distelmann, stellvertretender Sportkreisvorsitzender, warb für das Projekt „Schule und Verein“ bei den Vereinsvertretern und verwies auf das positive Beispiel bei der Zusammenarbeit mit der Darmstädter Heinrich-Hoffmann-Schule. „Das ist ein guter Weg“, so Distelmann. Der „sportliche Blick“ von gut ausgebildeten Übungsleitern der Vereine kann die Schulkinder begeistern.

Sportkreisvorsitzender Hans-Dieter Karl verwies auf die „Qualitätsoffensive für den Kinder- und Jugendsport in Hessen“ die vom Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen unterstützt wird. Am 22. Juli 2014 ist eine „Kick-off-Veranstaltung“ geplant und bis zum 31. Juli 2014 können sich die Vereine für die Teilnahme an den Programmen bewerben. Ziel des Förderprogramms ist, junge Menschen für eine sportpädagogische Qualifikation zu motivieren. Mit den jungen qualifizierten Trainern und Übungsleitern soll eine nachhaltige Personalentwicklung bei den Sportvereinen gewährleistet und damit eine zukunftsfähige Vereinsentwicklung in Hessen gefördert werden.

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