Sport und Flüchtlinge

Datenbank online

Flüchtlingen helfen

Das Hessische Ministerium des Innern und für Sport, der Landessportbund Hessen und die Sportjugend Hessen haben eine gemeinsam eine Datenbank für Integrationsprojekte online gestellt.

Seit Jahren erfolgreiche Integrationsprojekte und neuste Initiativen zum Thema „Sport und Flüchtlinge“ in Hessen: Das alles auf einen Blick – bzw. Klick – gibt es seit Mittwoch unter Integrationsdatenbank. Die neue gemeinsame Online-Plattform des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport, des Landessportbundes Hessen (lsb h) und der Sportjugend Hessen wurde am Mittwochabend von Sportminister Peter Beuth und Ralf-Rainer Klatt, lsb h-Vizepräsident für den Bereich Sportentwicklung, freigeschaltet.
„In kaum einem Lebensbereich werden Grenzen mit solcher Leichtigkeit überwunden wie im Sport. Deshalb freut es mich sehr, dass den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in den Vereinen jetzt eine Plattform zur Verfügung steht, um ihre guten Ideen zu präsentieren“, betonte Beuth im Rahmen einer Pressekonferenz. Außerdem ermögliche die Webseite es interessierten Personen und Vereinen, sich die Integrationsprojekte nach verschiedenen Kriterien übersichtlich zu sortieren zu lassen.
Das ist hilfreich, denn: „Dem Landessportbund Hessen sind rund 7800 Sportvereine angeschlossen. In vielen davon wird bereits seit Jahren vorzüglich Arbeit geleistet, um Menschen mit ausländischen Wurzeln in den Verein und damit auch in die Gesellschaft zu integrieren. Außerdem sind die Sportvereine auch eine Plattform, in der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte Sport aus ihren Herkunftsländern anbieten oder auch als Übungsleitungen, Schiedsrichter und in Vorständen mit Verantwortung übernehmen“, informierte Ralf Rainer-Klatt.  Auch in der derzeitigen Flüchtlingssituation bewiesen die Vereine, wie schnell und unbürokratisch Integrationsarbeit funktionieren kann.
Insgesamt sind in der Datenbank schon jetzt rund 70 integrative Sportprojekte erfasst.  Außerdem sind die hessischen Vereine aufgerufen, weitere Projekte einzutragen und kurz zu beschreiben. Als Anreiz locken den ersten zehn Neueintragungen attraktive Sachpreise im Wert von bis zu 500 Euro. Damit bereits in die Datenbank eingetragene Projekte „nicht leer ausgehen“, entscheidet das Los zugunsten von zehn Vereinen über eine zusätzliche Förderung in Höhe von je 200 Euro.
 „Nächstes Ziel ist es, in der Datenbank alle hessischen Integrationssportprojekte abzubilden. Des Weiteren arbeiten wir daran, uns mit anderen gesellschaftlichen Akteuren, für die Integration wichtig ist, noch besser zu verlinken. Und schließlich stelle ich mir eine „digitalen Sportlandkarte“ vor, auf der erkennbar wird, wo und wie vernetzt der Sport mit seinen Vereinen auch auf anderen Feldern, etwa im Bereich von Sport und Gesundheit oder in der Kooperation mit Schulen, aktiv ist“, blickt Ralf-Rainer Klatt in die Zukunft. „Schon jetzt“, so Klatt, „bietet die Plattform aber die Möglichkeit, sich über Ideen, Konzepte und Erfahrungen auszutauschen und so Impulse für weitere integrative Sportangebote zu geben.“ Oder um es mit den Worten von Staatsminister Peter Beuth zu sagen: „Die Datenbank liefert wertvolle Anregungen und ist damit ein toller Service für die Sportvereine in Hessen.“
Der Sportminister dankte dem Landessportbund für sein großes Engagement zur Umsetzung des Projekts. Zudem überreichte er für die gesamte Integrationsarbeit des Verbandes einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 120.000 Euro. „Mit diesem Geld fördert die Hessische Landesregierung gezielt Integrationsprojekte für Menschen mit Migrationshintergrund. Dazu gehören zum Beispiel Bildungs- und Qualifizierungsmaßnamen sowie Programme zur Mitgliedergewinnung“, so der Sportminister abschließend. 
 

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