Stadt Darmstadt informiert

Am 02.12.2015 fand eine Informationsveranstaltung der Stadt Darmstadt zum Thema Sport und Flüchtlinge statt.

Desweiteren können Sie sich gerne auch noch einmal die Präsentation von Frau Ribler sowie die Berührungspunkte im Sport anschauen.

Lesen Sie hier das Ergebnisprotokoll:

Unterbringung von Flüchtlingen in Sporthallen in Darmstadt
11. Rundschreiben

Sehr geehrte Damen und Herren,
nach der gestrigen Informationsveranstaltung soll das nächste Rundschreiben folgen, da zum einen die
Vereine und Vereinsvertreter, die nicht anwesend sein konnten, die Ergebnisse erfahren und zum anderen
in dieser Woche der Krisenstab voraussichtlich nicht mehr tagen wird.
Die Informationsveranstaltung vom 01. 12. 2015 ist als ergänzendes Format des Dialogs zwischen Stadt
und Vereinen, zwischen Politik, Verwaltung und Sportvereinen vorgesehenen gewesen und angenommen
worden. Daher sollen die folgenden Stichworte und die anhängenden einzelnen Dateien zur oben genannten
Veranstaltung den Dialog fortsetzen, Informationen bereitstellen und Impulse setzen. Gleichzeitig ist
damit jedoch auch die Aufforderung verbunden, von Ihrer Seite konstruktive Kritik zu äußern, Ihrerseits
Anregungen zu geben oder auch konkrete Hilfen einzufordern. Die Absicht der (Sport)-Politik und (Sport)-
Verwaltung war und bleibt es, mit Ihnen gemeinsam lösungsorientiert auftretende Probleme im Rahmen
der gegebenen Umstände anzugehen.
Fakten, Aussagen und Ergebnisse der Informationsveranstaltung vom 01. 12. 2015:
1. Der Prozess der Zuwanderungs- und Flüchtlingsbewegung der letzten Monate mit dem Fokus auf
Darmstadt wird beschrieben. Dabei wird das plötzlich, sehr kurzfristig notwendige Handeln auf
Anweisung der Landesregierung nach dem Katastrophenschutzplan betont. Weiterhin wird über
die Unvorhersagbarkeit der Entwicklungen, sich einerseits überholenden andererseits ausbleibenden
Informationen aus Kommunikationskanälen außerhalb Darmstadts berichtet.
2. Es wird darüber informiert, dass in Darmstadt Versorgungs- und Betreuungsleistungen für unterschiedliche
Flüchtlingsgruppen erfolgen müssen. Das betrifft u. a. die verschieden Ethnien, den
Status bzw. die (unklare) Verweildauer vor Ort, Geschlecht und Alter der Menschen.
3. Von verantwortlicher Seite in Darmstadt war die Belegung der Sportstätten nicht „erste Wahl“,
sondern resultierte aus den Abwägungen mit anderen Liegenschaften. Die erforderlichen Unterbringungs-,
Versorgungs- und Betreuungskapazitäten konnten an anderen Orten nirgends kurzfristig
erbracht werden.
4. Auch die vorgesehene Auflösung der Notunterkünfte in den Sporthallen scheiterte an Unterbringungsalternativen,
zumal zeitgleich von der Stadt – wie von allen anderen Kommunen auch – verlangt
wurde, die doppelte Zahl (bis zu 80 Personen) der wöchentlich eintreffenden sogenannten
„Kontingent-Flüchtlinge“ dauerhaft unterzubringen.
5. Den Vereinen wird für ihr umsichtiges, kollegiales, unterstützendes und solidarisches Handeln
sowie das Verständnis für die Gesamtsituation ausdrücklich gedankt.
6. An allen drei Notunterkunftseinrichtungen ist es gelungen, mit Hilfe von Sportvereinen Sportangebote
für die dort untergebrachten Menschen zu organisieren. Weitere Aktivitäten sind vorgesehen
und sind auch gewünscht, sollten aber mit dem Sportamt oder über die bekannten Betreuungsadressen
vor Ort abgestimmt werden.
7. Aktuell kann niemand eine klare Terminierung vorgeben, die einen Zeitpunkt nennt, ab dem die
Sporthallen für den regulären Sportbetrieb wieder zur Verfügung stehen. In diesem Zusammenhang
wird auch auf die notwendigen Sanierungsmaßnahmen hingewiesen, die nach der dauerhaften
unspezifischen Nutzung der Sportstätten durchgeführt werden müssen.
8. Im Krisenstab wurde darüber informiert, dass Darmstadt demnächst (voraussichtlich noch in
diesem Jahr) weitere 1000 Übernachtungsplätze zur Verfügung stellen muss. Die hier eingeleiteten
Vorbereitungen sollen eine Nutzung weiterer Sporthallen ausschließen.
9. Der Wettkampf- und Trainingsbetrieb konnte bisher weitestgehend aufrechterhalten werden. Voraussetzung
waren und sind auch hier Kompromissbereitschaft und Flexibilität. Absicht der Verwaltung
ist es, sportartenunabhängig die Vereine bestmöglich zu bedienen.
10. Eine Rangfolge nach Sportarten oder Leistungsklassen findet bei der Vergabe und Umverteilung
nicht statt.
11. Schließzeiten an Wochenenden oder Abenden wochentags wurden bei Bedarf ausgesetzt oder verlängert.
12. Ausgesetzt ist seitdem Betriebssport und die Vergabe an Vereine oder Organisationen, die nicht
in Darmstadt ansässig sind.
13. Aktuell finden bereits zur besseren Disponierung Planungen des Wettkampf- und Spielbetriebs für
das 1.Quartal 2016 statt. Vereine, die betroffen sind und sich noch nicht gemeldet haben werden
gebeten, mit dem Sportamt Kontakt aufzunehmen.
14.Mehrere größere Sportevents wie Turniere oder Meisterschaften mussten abgesagt bzw. können
aktuell nicht durchgeführt werden. Dazu gehört auch die komplette Fassnachtkampagne in
Wixhausen.
15.Die Kommunikation soll so transparent wie möglich fortgesetzt werden. Der Weg der wöchentlichen
Rundschreiben wurde begrüßt. Kommunikation wird in diesem Zusammenhang dann als erfolgreich
verstanden, wenn sie von allen Beteiligten mit lösungssuchender und sich an den Realitäten
orientierenden Absicht geführt wird.
16. Einem sich nicht ausreichend informiert und kontaktiert fühlendem Verein wird auf bilateralem
Weg noch einmal das Gespräch zur Suche nach konkreten Konfliktlösungsmöglichkeiten angeboten.
17. Es wird die Notwendigkeit gesehen, dass die gezeigte Solidarität der Darmstädter Sportvereine
vereins-, sportarten- und auch kommunalgrenzübergreifend weitergelebt wird.
Kommunizieren Sie diese Informationen bitte wiederum in die Gliederungen und an die Mitglieder Ihres
Vereins.

Sollte es von Ihrer Seite Informationen geben, die ebenfalls an alle Sportvereine verbreitet werden sollten,
dann teilen Sie uns das bitte mit oder sprechen uns an.

Sportberater Ralf-Rainer Klatt
Telefon: 06151/13-2941
Telefax: 06151/13-2940
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